VG
Friday, 29. May 2015

Höhere Aufklärungsquote bei steigender Kriminalität

Rückläufige Gesamtunfallzahlen sowie weniger Verkehrstote und Verletzte

Steigende Kriminalitätszahlen, aber überdurchschnittlich hohe Aufklärungsquote im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Rottenburg. Das war das Fazit einer Besprechung mit den für sie zuständigen Gemeinden Bayerbach b. Ergoldsbach, Ergoldsbach, Furth, Hohenthann, Neufahrn, Obersüßbach, Pfeffenhausen, Rottenburg und Weihmichl, welche jeweils durch den 1. Bürgermeister oder dessen Vertreter vor kurzem im Gasthof Kollmeder in Niedermünchen anwesend waren.

Die Polizeiinspektion Rottenburg/Laaber betreut den nordwestlichen Teil des Landkreises Landshut mit einer Fläche von 428 Quadratkilometer. In dem überwiegend ländlichen Dienstbereich leben in den neun Gemeinden etwa 37000 Einwohner. Nach der Begrüßung von Cheforganisator Bürgermeistersprecher Alfred Holzner (Rottenburg) und der Vorstellung der Austragsgemeinde Obersüßbach durch Bürgermeisterin Helga Kindsmüller. Wie Erster Polizeihauptkommissar Bernhard Walter berichtete, hat erstmals seit fünf Jahren die Zahl der registrierten Gesamtstraftaten im Zuständigkeitsbereich der PI wieder die Marke von 1000 Delikten überschritten. So wurden im vergangenen Jahr insgesamt 1006 Straftaten registriert, war zu vernehmen. Dies stellt gege3nüber 2013 einen Anstieg von 35 Straftaten beziehungsweise 3,6 Prozent dar. Zum Vergleich: Im gesamten Regierungsbezirk Niederbayern stieg die Zahl der Straftaten um 2,1 Prozent. PHK Walter hob aber gleichzeitig die weiterhin bestehende hohe Aufklärungsquote hervor. Bei 72 Prozent (2013: 70,4 Prozent) der begangenen Delikte konnten die Täter ermittelt werden. Die Aufklärungsquote im Bereich der PI Rottenburg liegt somit deutlich sowohl über dem bayerischen (64,4 Prozent) als auch über dem niederbayerischen Gesamtdurchschnitt von 66,4 Prozent.

Zur allgemeinen Verkehrsunfallentwicklung konnte man hören, dass, nachdem die polizeilich registrierten Verkehrsunfälle im Jahr 2013 den höchsten Stand seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen erreicht hatten, sich deren Zahl im Vorjahr geringfügig um 4,6 Prozent auf 1155 Unfälle reduzierte. Die Zahl der Verletzten ging gegenüber dem Jahr 2013 um 13 Prozent auf insgesamt 161 zurück. „Leider“, so Walter, „waren im Jahr 2014 wieder drei Verkehrstote zu beklagen, jedoch zwei weniger als noch im Jahr 2013.“

In der Reihe der oben aufgeführten Gemeinden entwickelten sich die Straftaten (Fünf-Jahres-Vergleich in Relation zu je 1000 Einwohnern wie folgt: B.: Häufigkeitszahl 4,5; E. 37,8; F. 24,6;H. 15,7; N. 33,5;O. 14,6; P. 12,5; R. 41,3; W. 13,4.

Zusammenfassend konnte festgestellt werden, dass trotz der leicht angestiegenen Gesamtkriminalitätszahlen weiterhin eine gute und stabile Sicherheitslage im Verantwortungsbereich der PI Rottenburg gegeben ist. Die überdurchschnittlich hohe Aufklärungsquote von 72 Prozent zeigt, dass zumeist wirksame polizeiliche Maßnahmen zur Kriminalitätsbekämpfung gesetzt wurden. Erster Polizeihauptkommissar Bernhard Walter fasste zusammen. „Die PI Rottenburg wird auch weiterhin alle Anstrengungen unternehmen, um insbesondere den negativen Entwicklungen zielgerichtete und wirksame polizeiliche Maßnahmen entgegenzusetzen. Hierzu sind wir vor allem auch auf die Hilfe aller Bürgerinnen und Bürger angewiesen“, so der Inspektionsleiter, und bat diese bestehende gute Unterstützung der Bevölkerung fortzusetzen.

Landrat Peter Dreier war voll des Lobes ob der steigenden Aufklärungsquote und bestätigte die gute Zusammenarbeit zwischen der Polizei, der Feuerwehr (Kreisbrandrat Thomas Loibl war auch anwesend) und den Rettungskräften. Er wünschte sich noch mehr Aufmerksamkeit der Bürger und dass sie Verdächtiges der Polizei sofort melden mögen; ein noch so kleiner Hinweis könne schon zum Erfolg führen. Und dass die PI durch entsprechendes Personal noch mehr gestärkt und ausgestattet werde. Schließlich meldete sich noch der Weihmichler Bürgermeister Sebastian Satzl zu Wort und meinte, es werde vermehrt festgestellt, dass auf der Bundesstraße 299  bei den Ampeln in Unterneuhausen als auch in Weihmichl bei Rot oftmals die PKW`s und LKW über die Ampel fahren, obwohl sie eben schon Rot haben. Es sei ein großes Problem – was auch von einigen Amtskollegen bestätigt wurde – diese Fahrzeughalter ausfindig zu machen und damit entgehen sie einer verkehrsrechtlichen Handhabe, sprich Anzeige.

Erster Polizeihauptkommissar Bernhard Walter von der PI Rottenburg zusammen mit den Bürgermeister aus ihrem Dienstbereich sowie Landrat Peter Dreier und KBR Thomas Loibl.